Energiewende

Energiewende

Die Energiewende gelingt nur vor Ort.

Klimaschutz und Klimawandel sind derzeit in aller Munde. Verantwortlich dafür sind aber nicht die großen Klimagipfel der UN oder die vollmundigen Ankündigungen unserer Bundeskanzlerin, sondern das Engagement von tausenden Schülerinnern und Schülern – gerade auch hier in Konstanz. Mögen ihre Forderungen von manchen auch als radikal abgetan werden. Was die Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future tun, ist nichts anderes als die Politik an die eigenen Beschlüsse zum Klimawandel zu erinnern.

In Konstanz wird längst nicht genug gegen den Klimawandel und für die Energiewende getan

Mir ist wichtig, dass die Energiewende sozial gestaltet wird. Das ist aktuell nur in Teilen der Fall.

Beispiel: die Nutzung der Solarenergie. Über den Strompreis bezahlen wir alle den Ausbau der erneuerbaren Energie. In besonderem Maße profitieren davon aber nur Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien. Sie erhalten eine Mindestvergütung für den von ihnen eingespeisten Strom. Wer aber zur Miete wohnt, kann selbst keine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installieren lassen.

Damit auch Mieterinnen und Mieter von der Energiewende profitieren, müssen wir das so genannte „Mieterstrom-Modell“ ausbauen. Bereits heute installieren die Stadtwerke Konstanz auf Gebäuden der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WOBAK Photovoltaik-Anlagen und verkaufen den auf den Dächern gewonnenen Strom den Mieterinnen und Mietern den Strom zu vergünstigten Preisen. Um dieses Modell auf die ganze Stadt ausweiten zu können, schlage ich gemeinsam mit der SPD vor, einen Fonds zum Ausbau der erneuerbaren Energie in Konstanz zu gründen. Durch diesen könnten gezielt Dachflächen von Eigentümerinnen und Eigentümern gepachtet werden, um auf diesen Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen zu errichten.

Für städtische Gebäude besteht bei Neubauten mittlerweile eine „Solar-Pflicht“. Nach den Berechnungen der Stadt kann der Ausbau der Photovoltaik und Solarthermie helfen, jährlich mindestens 30.000 Tonnen CO2 einzusparen. Nach diesen Berechnungen liegt das Potenzial für Photovoltaik und Solarthermie bei Bestandsgebäuden bei 80 Gigawattstunden im Jahr. Das entspricht etwa der in der Stadt Stuttgart produzierten Strommenge durch erneuerbaren Energie.

"

error: Inhalt ist geschützt